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Server, Storage und Cluster mit HPE ProLiant

Was passiert, wenn der eine Server ausfällt? Geplant, aufgebaut und betreut aus Hamburg

Alles läuft auf einem Gerät

In vielen Unternehmen trägt ein einzelner Server den gesamten Betrieb: Dateiablage, Warenwirtschaft, Fachanwendung, Terminalsitzungen. Das funktioniert lange gut – und ist genau so lange kein Thema, bis es eines wird.

Drei Anlässe führen fast immer zum selben Gespräch. Der erste ist der Ausfall: Ein Gerät, auf dem alles läuft, nimmt im Fehlerfall auch alles mit. Der zweite ist die Wartung – für ein Firmware- oder Hypervisor-Update muss der Betrieb stillstehen, weil es keine zweite Maschine gibt, auf die man ausweichen könnte. Der dritte ist das Alter: Die Herstellerwartung ist ausgelaufen, und niemand kann sagen, wie lange Ersatzteile noch kommen.

Die Antwort darauf ist kein größerer Server, sondern eine andere Bauform: mehrere Knoten, die dieselben Daten sehen. Wir planen, liefern, bauen auf und betreuen – als HPE-Partner für Server und Speicher, mit VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V als Virtualisierung.

IT-Betreuer mit Notebook vor einem Serverschrank
Was wir tun

Vier Bausteine, die zusammengehören

Server, gemeinsamer Speicher, Cluster – und ein zweiter Ort für die Daten.

Einzeln ergibt jeder Baustein Sinn. Zusammen ergeben sie das, was im Ausfall den Unterschied macht: Eine Maschine ist nicht mehr an das Blech gebunden, auf dem sie gerade läuft.

Server auslegen und aufbauen

Wie viel Rechenleistung und Arbeitsspeicher nötig sind, ergibt sich aus dem, was laufen soll – und aus dem, was in drei Jahren dazukommt. Mindestens zwei Knoten, gleich dimensioniert, damit einer die Maschinen des anderen tragen kann. Redundante Netzteile gehören dazu, weil das Netzteil das Bauteil ist, das am häufigsten stirbt.

Gemeinsamen Speicher anbinden

Der gemeinsame Speicher ist die Voraussetzung für alles Weitere: Erst wenn alle Knoten dieselben Datenträger sehen, kann eine virtuelle Maschine auf jedem von ihnen starten. Angebunden wird über zwei getrennte Wege – eigene Karten, eigene Switches –, damit ein einzelner Ausfall nicht die Verbindung zum Speicher kappt.

Cluster einrichten

Auf den Knoten läuft VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V als Verbund. Fällt ein Knoten aus, starten seine Maschinen auf den übrigen wieder. Für die Wartung lassen sich Maschinen im laufenden Betrieb verschieben – ein Update wird damit vom Wochenendtermin zu einem Vorgang am Nachmittag.

Dateidienste und Zweitspeicher

Ein NAS übernimmt die Dateifreigaben für Abteilungen und Projekte – mit sauber getrennten Rechten, statt verstreut auf Arbeitsplatzrechnern. Und es dient als zweites Ziel für Sicherungen, damit die Sicherung nicht auf derselben Hardware liegt wie das Original.

Der Aufbau

Warum mehrere Server und ein gemeinsamer Speicher zusammengehören

Knoten, zwei getrennte Wege, gemeinsamer Speicher – und was passiert, wenn etwas ausfällt.

Die Zeichnung zeigt den Zusammenhang, der sich in Worten schwer erklären lässt: Oben die Knoten, darunter die zwei getrennten Pfade zum Speichersystem mit seinen zwei Controllern, darunter das NAS für Dateien und Sicherungen. Unten steht, was in den drei häufigsten Ausfallfällen passiert.

Mehrere Serverknoten greifen über zwei getrennte Wege auf einen gemeinsamen Speicher zu. Weil alle Knoten dieselben Datenträger sehen, kann jede virtuelle Maschine auf jedem Knoten laufen. Ein NAS dient als Dateispeicher und als Zweitspeicher für Sicherungen. Fällt ein Knoten, ein Pfad oder ein Controller aus, übernimmt der jeweils andere.
Server- und Storage-Cluster mit zwei getrennten Pfaden – zum Vergrößern öffnen.
Womit wir bauen

Die Geräte dahinter

Was konkret zum Einsatz kommt – und wie wir zu den Herstellern stehen.

Zur Einordnung vorweg, damit nichts zwischen den Zeilen steht: Wir sind HPE-Partner für Server und Speicher. Für Dateidienste und Zweitspeicher setzen wir Geräte von Synology und QNAP ein – wir planen, liefern, richten ein und betreuen; eine Partnerschaft mit diesen beiden Herstellern besteht nicht und wird von uns auch nicht behauptet. VMware und Microsoft nennen wir als Produktnamen, nicht als Auszeichnung.

Server – HPE ProLiant

Aktuelle Generation ist HPE ProLiant Compute Gen12, als Rack-Modelle (unter anderem DL320, DL360, DL380) und als Tower (unter anderem ML30, ML110, ML350); für kleine Umgebungen gibt es den MicroServer. Verwaltet wird über HPE iLO, das den Server auch dann erreichbar hält, wenn das Betriebssystem nicht mehr antwortet – im Ernstfall ist das der Unterschied zwischen einer Fernwartung und einer Fahrt zum Standort. Als Sicherheitsfundament nennt HPE die iLO Silicon Root of Trust; über mehrere Standorte hinweg lässt sich die Flotte mit HPE Compute Ops Management verwalten.

Gemeinsamer Speicher – HPE MSA

Für den gemeinsamen Speicher setzen wir die HPE MSA ein – Gen6 mit MSA 1060, 2060 und 2062, Gen7 mit MSA 2070 und 2072. Erhältlich als All-Flash- und als gemischte Konfiguration mit automatischem Tiering, das häufig genutzte Daten selbsttätig auf die schnelleren Laufwerke legt. Tragend ist die Redundanz der Controller: Fällt einer aus, übernimmt der andere im laufenden Betrieb; die Erweiterungsgehäuse sind dafür mit dualer SAS-Konnektivität ausgelegt. Welche Anbindung im Einzelfall passt, entscheidet die vorhandene Umgebung – das klären wir an den Spezifikationen des konkreten Modells und nicht vorab auf einer Website.

Dateidienste – Synology

RackStation-Modelle wie RS2825RP+, RS4826xs+ oder RS1226RP+ mit dem Dateisystem Btrfs, das Prüfsummen für Daten und Metadaten führt und Metadaten spiegelt, um Fehler selbst zu reparieren. Dazu Snapshot Replication für freigegebene Ordner, LUNs und Namensräume – einen älteren Stand holen sich Anwender über File Station oder den Windows Explorer selbst zurück, ohne Ticket. Weiter: unveränderliche Snapshots (WORM) mit festen Schutzzeiträumen, iSCSI-Targets und LUNs mit Zertifizierung für VMware vSphere und Microsoft Hyper-V (VAAI, Windows ODX) und Synology High Availability, bei dem zwei baugleiche Geräte ein Failover-Paar bilden und ein Quorum gegen Split-Brain sichert.

Dateidienste – QNAP

Rackmount-Geräte wie TS-h1887XU-RP, TS-h2287XU-RP oder TS-1264U-RP, wahlweise mit zwei Betriebssystemen: QTS auf ext4 oder QuTS hero auf ZFS. QuTS hero bringt Copy-on-Write-Snapshots, Inline-Deduplizierung und -Komprimierung sowie Selbstheilung gegen schleichende Datenbeschädigung mit – also gegen den Fall, dass eine Datei über Jahre unbemerkt kippt. Angebunden wird über iSCSI, NFS, SMB und Fibre Channel; QNAP führt Zertifizierungen für VMware vSphere, Microsoft Hyper-V und Citrix sowie SPC-3 Persistent Reservation für Windows-Failover-Cluster.

Die Virtualisierung obendrauf ist VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V, als Verbund über die Knoten. Beides bauen und betreuen wir. Was im Einzelfall passt, hängt daran, was bereits im Haus ist, welche Kenntnisse vorhanden sind und wie die Lizenzsituation aussieht – das ist eine Entscheidung, die wir mit Ihnen vorbereiten, und keine, die eine Website vorwegnehmen sollte.

Die Produkt-, Modell- und Generationsangaben in diesem Abschnitt sind Herstellerangaben, Stand 17.09.2026. Generationen und Modellreihen wechseln; was im konkreten Fall aktuell, passend und lieferbar ist, klären wir in der Auslegung.

Die Geräte beziehen Sie auf Wunsch direkt über uns, siehe Hardware und Software über BDS. Steht die Frage an, ob VMware bleibt, rechnen wir die Wege im Umstieg von VMware auf Hyper-V oder Proxmox mit Ihnen durch.

Serverhardware im Rechenzentrum

So läuft es ab

Vier Schritte – und der Umbau findet im laufenden Betrieb statt, nicht in einer Woche Stillstand:

  • Bestandsaufnahme – was läuft heute worauf, wie groß sind die Systeme, wo wird es eng, und was soll in den nächsten Jahren dazukommen. Dazu gehört die unbequeme Frage, wie lange die vorhandene Hardware noch Ersatzteile bekommt.
  • Auslegung – wie viele Knoten, welche Ausbaustufe beim Speicher, welche Anbindung. Hier wird auch entschieden, was bleibt: Ein Cluster entsteht selten auf der grünen Wiese, und brauchbare Hardware wird weiterverwendet, statt sie zu ersetzen.
  • Aufbau und Übernahme – das Neue wird parallel aufgebaut, die Maschinen werden nacheinander umgezogen. So bleibt in jedem Schritt ein Weg zurück, und der Betrieb läuft weiter.
  • Betreuung – Überwachung von Knoten, Pfaden und Speicher, Firmware- und Hypervisor-Updates, Erweiterung wenn es eng wird. Genau das, wofür der Cluster gebaut wurde: Wartung, ohne dass jemand stillsteht.
Was Sie davon haben

Drei Dinge, die vorher nicht gingen

Wartung ohne Stillstand. Maschinen lassen sich im laufenden Betrieb auf einen anderen Knoten schieben. Ein Update wird damit von einem Termin am Wochenende zu einer Aufgabe am Nachmittag – und ein Update, das nicht wehtut, wird auch tatsächlich gemacht.

Wachstum ohne Neuanschaffung. Wird es eng, kommt ein Knoten dazu oder der Speicher wird erweitert. Die vorhandene Auslegung bleibt bestehen; es ist keine Ersatzbeschaffung, sondern ein Ausbau.

Ein Ausfall ohne Betriebsende. Fällt ein Knoten aus, starten seine Maschinen auf den übrigen wieder. Fällt ein Pfad aus, trägt der zweite. Fällt ein Controller aus, übernimmt der andere. Aus einem Tag Stillstand wird eine Störung, die man am selben Tag behebt.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Server und Cluster

Reicht nicht ein großer Server?

Für den laufenden Betrieb oft ja – bis er ausfällt oder gewartet werden muss. Dann steht alles, was darauf läuft. Ein größerer Server löst ein Leistungsproblem; er löst kein Verfügbarkeitsproblem. Dafür braucht es einen zweiten.

Was ist ein Cluster überhaupt?

Mehrere Server, die dieselben Daten sehen. Genau daraus folgt alles Weitere: Weil jeder Knoten an dieselben Datenträger kommt, kann jede virtuelle Maschine auf jedem Knoten laufen – und im Ausfall woanders starten, ohne dass Daten kopiert werden müssen.

Warum gemeinsamer Speicher und nicht Platten im Server?

Weil eine Maschine sonst an ihren Server gebunden bleibt. Liegen ihre Daten auf lokalen Platten, kann sie nur dort laufen – und fällt dieser Server aus, nützt der zweite nichts. Erst der gemeinsame Speicher macht das Verschieben und das Wiederanlaufen auf einem anderen Knoten möglich.

VMware oder Hyper-V?

Beides bauen und betreuen wir. Was passt, hängt daran, was schon da ist, welche Kenntnisse im Haus vorhanden sind und wie die Lizenzsituation aussieht. Das ist eine Entscheidung, die wir mit Ihnen vorbereiten – und keine, die eine Website vorwegnehmen sollte.

Wozu zusätzlich ein NAS?

Für zwei Dinge. Erstens Dateifreigaben – die müssen nicht auf dem teuren gemeinsamen Speicher liegen. Zweitens als zweites Ziel für Sicherungen, damit die Sicherung nicht auf derselben Hardware liegt wie das Original. Wie die Sicherung selbst aussieht, beschreiben wir unter Virtualisierungs-Backup mit Veeam.

Was ist mit unserer bestehenden Hardware?

Die Bestandsaufnahme klärt, was bleibt und was ersetzt wird. Ein Cluster entsteht selten auf der grünen Wiese: Häufig wird ein vorhandener Server zum zweiten Knoten oder übernimmt eine Nebenaufgabe. Was noch Wartung bekommt und zur Auslegung passt, wird weiterverwendet.

Ehrlich bleiben

Was wir nicht versprechen

Wir nennen Ihnen keine Verfügbarkeit in Prozent und keine Zusage, dass nichts ausfällt. Redundanz senkt das Risiko – sie schließt es nicht aus. Ein Cluster fängt den Ausfall eines Knotens, eines Pfades oder eines Controllers auf; er fängt weder einen Brand im Serverraum noch einen Bedienfehler noch einen Verschlüsselungsangriff.

Genau deshalb gehört zu einem Cluster immer eine Sicherung, die an einem anderen Ort liegt. Redundanz und Sicherung lösen zwei verschiedene Probleme, und das eine ersetzt das andere nicht.

Auch Leistungszahlen finden Sie hier nicht. Was ein Speichersystem unter Laborbedingungen leistet, sagt wenig darüber, wie sich Ihre Anwendung an einem Montagmorgen verhält. Diese Frage beantworten wir an Ihrer Umgebung.

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Rufen Sie an unter +49 40 500505 50, Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr – oder schreiben Sie uns über das Anfrageformular. Wir melden uns zurück.

Weiterführend: Virtualisierungs-Backup mit Veeam · IT-Infrastruktur und Network Services · Managed Firewall in Hamburg · Managed Services im Überblick